Blick über die Wiesen bei Goldhöft zur Ostsee

Wo die Landschaft Angeln auf die Ostsee trifft

Goldhöft

Nordisch. Weit. Nah am Meer.

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OstseeLandschaft AngelnSchleswig-Holstein

Ein Ort zwischen Noor und Ostsee

Goldhöft – nah am Meer, mitten in Angeln

Goldhöft liegt in der Gemeinde Gelting im Kreis Schleswig-Flensburg, umgeben von Feldern, dem Geltinger Noor und der Landschaft der Geltinger Birk. Von hier aus sind die Flensburger Förde und die Ostsee ganz nah.

Diese Seite erzählt von der Geschichte, der Natur und dem Alltag vor Ort – mit privaten Bildern, historischen Spuren und Hinweisen für alle, die Goldhöft aufmerksam entdecken möchten.

Zwischen Noor und Ostsee

Lage von Goldhöft

Goldhöft liegt östlich von Gelting im unmittelbaren Küstenhinterland – am Geltinger Noor und nahe der Ostseeküste.

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Die Geschichte von Goldhöft

Lage und Name

Goldhöft liegt im Osten der Halbinsel Angeln und gehört zur Gemeinde Gelting an der Geltinger Bucht der Ostsee. Der Ort trägt auch einen dänischen Namen: Guldhoved, teils auch als Goldhøft überliefert. Dies erinnert an die jahrhundertelange dänisch-deutsche Sprachgeschichte der Region.

Frühe Spuren: von der Bronzezeit bis zu den Wikingern

Die Gegend um Goldhöft war schon lange vor der ersten schriftlichen Erwähnung besiedelt. Nordöstlich von Goldhöft, bei Basrott, wurden Siedlungsspuren aus der Bronzezeit gefunden. Reste von Öfen, Feuerstellen und Pfosten sowie bearbeitete Feuersteine belegen eine frühe landwirtschaftliche Nutzung.

Auch die für Angeln typischen Dörfer mit der Endung „-by“ und altnordischen Personennamen entstanden vermutlich zwischen etwa 800 und 1050, in der Zeit der Wikinger. Das benachbarte Nieby geht wahrscheinlich auf eine solche frühe Gründung zurück.

Gelting und die Zeit der Gutsherrschaft

Goldhöft ist historisch eng mit dem Kirchspiel und der späteren Gemeinde Gelting verbunden. Der Ortsname Gelting weist auf ein hohes Alter hin und dürfte bis in die Zeit der Besiedlung durch den Volksstamm der Angeln zurückreichen. Das Umland wurde einst als „silva gelting“, Geltinger Wald, bezeichnet. Ortsnamen auf „-rott“, „-rode“ oder „-holz“ erinnern noch heute an die Rodungszeit.

Gelting wurde 1231 im Erdbuch König Waldemars II. erstmals als „Gyaelting“ schriftlich erwähnt. Das Gut Gelting gehörte zu den bedeutenden Besitzungen im Herzogtum Schleswig. 1494 wurde es zu einem adeligen Gut, als König Johann es der Familie Ahlefeldt überließ. Von da an prägte der Adel den östlichen Teil Angelns und damit auch das Umland von Goldhöft.

Goldhöft in dänischen und skandinavischen Quellen

Angeln gehörte über Jahrhunderte zum Herzogtum Schleswig unter dänischer Krone. Diese Geschichte zeigt sich bis heute in den Ortsnamen. Auf Dänisch heißt Goldhöft „Guldhoved“, teils auch „Goldhøft“. Das dänische Wort „hoved“ bedeutet Kopf oder Landzunge und entspricht dem deutschen „Höft“, wie bei den Nachbarorten Falshöft und Nadelhöft.

Goldhöft ist zusammen mit der Flurstelle „Guldhovedknub“ in zwei bedeutenden dänischen Standardwerken zur Topografie Schleswigs aus dem Jahr 1864 verzeichnet: in Mørk Hansens und Nielsens Kirkelig Statistik over Slesvig Stift sowie in Jens Peter Traps Statistisk-topographisk Beskrivelse af Hertugdømmet Slesvig. Beide Werke erschienen im Jahr des Zweiten Schleswigschen Krieges, kurz bevor die Region zunächst unter preußisch-österreichische und später unter preußische Verwaltung kam.

Das Kirchspiel Gelting, zu dem Goldhöft zählt, gehörte ursprünglich zur Ny Herred im Amt Flensburg, später zum Adelsgutsbezirk Angeln und ab 1853 zur Kappel Herred. Nach der Volksabstimmung von 1920, durch die die deutsch-dänische Grenze weiter nördlich neu gezogen wurde, blieb Gelting mit Goldhöft auf deutscher Seite.

Die Landschaft Angeln gilt als Ursprungsgebiet der Angeln, die der römische Geschichtsschreiber Tacitus um das Jahr 98 in seiner Germania erwähnte. Ab dem 5. Jahrhundert wanderten Teile der Angeln nach Britannien aus und gaben England seinen Namen. Dieser Zusammenhang bezieht sich nicht unmittelbar auf Goldhöft, verortet den Ort aber in einer Landschaft von weltgeschichtlicher Bedeutung.

Landgewinnung und Deichbau im 19. Jahrhundert

Ab 1820 wurden Teile des Geltinger Noors und des Beveroer Noors eingedeicht, um landwirtschaftliche Flächen zu gewinnen. Zwischen dem Goldhöftberg und der Südküste bei Beveroe entstand ein Deich durch das Noor. Windmühlen zur Entwässerung wurden 1824 und 1832 errichtet. Ihre Fundamente und eine alte Schleuse sind bei der Vogelwartshütte teilweise bis heute erhalten. Nach einem Wassereinbruch 1835 und einem Deichbruch während einer schweren Sturmflut 1871 konnte das aufwendige Landgewinnungsprojekt schließlich erfolgreich abgeschlossen werden.

Die Sturmflut von 1871 ist auch für Goldhöft selbst ein wichtiges Datum. Die alte Hofstelle des heutigen Anwesens Goldhöft 7 wurde laut der Geltinger Chronik in diesem Jahr erstmals verkauft und war damals bereits mehr als 150 Jahre alt. Das ursprüngliche Gebäude wich später einem Neubau, der äußerlich einem reetgedeckten Angeliter Bauernhaus nachempfunden wurde.

Goldhöft heute

Goldhöft ist bis heute ein kleines und ruhiges Dorf geblieben. Die landwirtschaftliche Prägung der Umgebung hat dazu beigetragen, dass viel ursprüngliche Natur erhalten blieb. Der Ort liegt unmittelbar am Geltinger Noor und am Nordschauwald, in direkter Nachbarschaft zum Naturschutzgebiet Geltinger Birk mit seinen frei lebenden Wildpferden. Das Gebiet ist ein beliebtes Ziel für Wanderungen und Radtouren. Gelting ist gut einen Kilometer entfernt und bequem zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar.

Historische Standardwerke

Wer tiefer in die dänischsprachige Überlieferung einsteigen möchte, findet Goldhöft beziehungsweise Guldhoved in zwei zentralen Nachschlagewerken zur Topografie des Herzogtums Schleswig:

  • M. Mørk Hansen und C. L. Nielsen: Kirkelig Statistik over Slesvig Stift, med historiske og topografiske bemærkninger, Band 2, Kopenhagen 1864, Seite 296.
  • Jens Peter Trap: Statistisk-topographisk Beskrivelse af Hertugdømmet Slesvig, Kopenhagen 1864, Seite 636. Dort erscheint der Flurname „Guldhoved med Guldhovedknub“ im Kirchspiel Gelting.

Das Werk von Trap ist beim schwedischen Digitalisierungsprojekt Project Runeberg als Scan mit OCR-Text frei zugänglich. Eine gesicherte Erklärung dafür, weshalb der Bestandteil „Gold“ im Ortsnamen vorkommt, ist bislang nicht belegt. Für eine verlässliche Namensdeutung bieten sich das Institut for Navneforskning der Universität Kopenhagen oder das Kreisarchiv Schleswig-Flensburg als Anlaufstellen an.

Quellen und weiterführende Literatur

  • Hans Nicolai Andreas Jensen: Geschichte des Kirchspiels Gelting, in: Archiv für Staats- und Kirchengeschichte der Herzogthümer Schleswig, Holstein, Lauenburg und der angrenzenden Länder und Städte, Band 3, Altona 1837, Seiten 1–98.
  • Peter Schwennsen und Johannes Jürgensen: Die Chronik des Kirchspiels Gelting, Gelting 1972.
  • Heinz von Hobe und Gretl Zielinski: Chronik II des Kirchspiels Gelting, Gelting 1987.
  • Wolfgang Jonas und Sandra Asmussen: Historische Bilder aus Angeln, Band II – Kirchspiel Gelting, 2022, mit einem Kapitel zu Wackerballig und Goldhöft.
  • Gemeinde Gelting, Rubrik „Historie“, sowie die mehrteilige Geschichte der Geltinger Birk.

Eigene Familien- und Hofforschung

Für die Erforschung einzelner Höfe und Familien bieten sich die Kirchenbücher des Kirchspiels Gelting sowie dänische Volkszählungen an. Kirchenbücher sind unter anderem über Archion zugänglich. Volkszählungen für das Kirchspiel Gelting liegen beispielsweise für 1803, 1835, 1840, 1845, 1855 und 1860 vor und können über das dänische Rigsarkiv recherchiert werden. Ergänzend helfen die historische Kartendatenbank DigDag und die genealogische Datenbank FamilySearch.

Hinweis: Historische Fotos aus Büchern, Archiven oder anderen Webseiten dürfen nur mit Erlaubnis der jeweiligen Rechteinhaber veröffentlicht werden.

Landschaft und Geschichte

Was bedeutet „Angeln“?

Schematische Karte der Landschaft Angeln zwischen Flensburger Förde, Schlei und Ostsee mit markiertem Goldhöft
Goldhöft liegt im nordöstlichen Teil der Landschaft Angeln nahe der Ostsee. Schematische Darstellung, nicht maßstabsgetreu.

„Angeln“ bezeichnet hier nicht das Fischen, sondern die historische Landschaft zwischen Flensburger Förde, Schlei und Ostsee – auf Dänisch Angel. Goldhöft liegt in ihrem nordöstlichen Teil. Moränen, fruchtbare Böden, Knicks, kleine Wälder und Buchten prägen das eiszeitlich geformte Hügelland.

Der Name der Landschaft wird mit den Anglii in Verbindung gebracht, die Tacitus um das Jahr 98 erwähnte. Angeln ließen sich im 5. Jahrhundert zusammen mit Sachsen und Jüten in Britannien nieder; ihr Name lebt in „England“ und „englisch“ fort. Die Forschung bleibt bei der genauen Herkunft vorsichtig, weil schriftliche und archäologische Hinweise nicht in allen Punkten übereinstimmen.

Über viele Jahrhunderte gehörte Angeln zum Herzogtum Schleswig im dänischen Gesamtstaat. Angeldänisch, Niederdeutsch und Hochdeutsch haben die Region geprägt. Ortsnamen wie Gelting, Nieby und Guldhoved, der dänische Name für Goldhöft, erinnern daran.

Skandinavische Quellen und Vertiefung

Essen und Trinken in Angeln

So schmeckt Angeln

Zwischen Förde, Schlei und Ostsee kommen frisches Gartengemüse, Fisch und bäuerliche Küchentraditionen zusammen. Manche Spezialität stammt unmittelbar aus Angeln; andere gehört zur Küche des ganzen Nordens.

Aus Angeln

Schnüüsch

Das sommerliche Gemüsegericht – auf Dänisch Snysk – verbindet junge Kartoffeln, Bohnen, Erbsen, Möhren und Kohlrabi mit Milch, Butter und Petersilie. Katenschinken oder Matjes können dazu serviert werden; ohne Beilage ist es auch vegetarisch.

Küste und kalte Tage

Fisch und Deftiges

Matjes, Räucherfisch und gebratene Scholle erinnern an die Küstennähe. Im Winter stehen auch Rübenmus und Grünkohl auf norddeutschen Tischen. Ob Fisch tatsächlich aus Schlei oder Ostsee stammt, sollte man beim Einkauf erfragen.

Norddeutscher Imbiss

Rundstück warm

Ein aufgeschnittenes Brötchen mit warmem Braten und reichlich Soße: schlicht, sättigend und oft eher mit Messer und Gabel zu essen. Das Rundstück warm ist vor allem mit Hamburg verbunden – keine eigens Angelner Erfindung, aber ein vertrauter norddeutscher Imbiss.

Zum Nachtisch

Mädchenröte

Diese luftige Süßspeise aus Johannisbeersaft und Eischnee hat ihre Wurzeln in Angeln und angrenzenden Landesteilen. Oft wird sie mit Vanillesoße gereicht. Auch Rote Grütze und Förtchen gehören zur süßen Küche Schleswig-Holsteins.

Getränketradition

Angler Muck – warm

Die warme Variante mischt Rum und heißes Wasser zu etwa gleichen Teilen; Zucker und Zitronensaft runden sie ab. Sie wird erhitzt, aber nicht gekocht, und traditionell aus einem Muck-Pott auf dem Stövchen in kleine Gläser gefüllt.

Getränketradition

Angler Muck – kalt

Für kalten Muck werden nach einer überlieferten Variante drei Teile Zitronenlimonade mit einem Teil Korn gemischt und gekühlt getrunken. Beide Muck-Varianten enthalten Alkohol und sind nur für Erwachsene gedacht. Als alkoholfreie Begleitung passen Apfelsaft oder warmer Apfelpunsch.

Quellen und regionale Einordnung

Küsten- und Grenzlandschaft

Goldhöft und die Flensburger Außenförde

Goldhöft liegt im unmittelbaren Küstenhinterland der Geltinger Bucht. Die Bucht gehört zur östlichen Flensburger Außenförde und liegt zugleich an deren Übergang zur offenen Ostsee. Das Dorf liegt nicht direkt am Wasser, sondern zwischen Geltinger Noor, Geltinger Bucht und der Halbinsel der Geltinger Birk.

Wo die Förde zur Ostsee wird

Die Halbinsel Holnis gliedert die Flensburger Förde in Innen- und Außenförde. Östlich von Holnis wird das Gewässer breiter, wind- und wellenreicher und öffnet sich zwischen der dänischen Halbinsel Kegnæs und der Geltinger Birk zur westlichen Ostsee. Die Förde ist hier zugleich Naturraum und deutsch-dänische Grenzlandschaft: Am Nordufer liegen Dänemark und die Insel Als, am Südufer die Landschaft Angeln.

Die heutige Küstenform entstand während der letzten Eiszeit. An der Außenförde wechseln Steilküsten, Sand- und Kiesstrände, Strandwälle, Flachwasserbereiche und kleine Buchten. Rund um die Geltinger Birk kommen Riffe, Seegraswiesen, Salzwiesen und Feuchtgebiete hinzu. Sie bieten zahlreichen Brut- und Zugvögeln Nahrung und Rastplätze.

Seefahrt, Leuchtfeuer und Fährverbindung

Die Außenförde war über Jahrhunderte Verkehrsweg zwischen Flensburg, den dänischen Inseln und der Ostsee. Das Leuchtfeuer Falshöft wies der Schifffahrt bis 2002 den Weg und warnte gemeinsam mit dem Leuchtturm Kalkgrund vor den vorgelagerten Untiefen. Von 1965 bis 1999 verband eine Autofähre Gelting-Mole mit Faaborg auf der dänischen Insel Fünen – für viele Menschen in der Region eine lebendige Erinnerung an die Nähe zu Dänemark.

Auch ein düsteres Kapitel gehört zur Geschichte der Geltinger Bucht: In der Nacht vom 4. auf den 5. Mai 1945 versenkten deutsche Besatzungen dort kurz vor Kriegsende zahlreiche U-Boote selbst. Die Wracks wurden später gehoben und in Flensburg verschrottet.

Quellen zur Außenförde

Gemeinsam unterwegs

Bitte langsam: Rücksicht in Goldhöft

Ein schmales Straßenstück, viele Menschen und Tiere – und nur wenig Raum für Fehler.

Orientierungsskizze der Straße durch Goldhöft mit der Kreuzung und dem nördlich abzweigenden Weg nach Beveroe. Kreuzung und Beveroe-Weg sind als besonders gefährdet markiert.
Rot markiert sind die nach örtlicher Beobachtung besonders gefährdete Kreuzung und der Weg Richtung Beveroe. Orange kennzeichnet den übrigen Straßenabschnitt durch Goldhöft. Orientierungsskizze, nicht maßstabsgetreu und keine amtliche Verkehrskarte.

Wo viele Wege zusammentreffen

Die Straße durch Goldhöft führt dicht an Wohnhäusern, Feldern, Knicks, Wald und Gewässern entlang. An der Kreuzung zweigt der Weg nach Norden in Richtung Beveroe und Geltinger Birk ab. Besonders im Sommer teilen sich zu Fuß Gehende, Radfahrende, Autos und landwirtschaftlicher Verkehr den begrenzten Straßenraum.

Gleichzeitig queren Wildtiere die Fahrbahn auf ihren vertrauten Wegen. Anwohnende berichten, dass Rehe, Hasen, Eichhörnchen, Fasane, Greifvögel, Igel und Wildschweine immer häufiger angefahren oder überfahren werden. Eine amtliche Unfallstatistik nur für dieses Straßenstück liegt der Redaktion nicht vor; die Schilderung gibt die wiederkehrenden Beobachtungen aus dem Ort wieder.

Als besonders gefährdet gelten nach diesen Beobachtungen die Kreuzung in Goldhöft sowie der anschließende Weg nach Beveroe. Dort treffen ein unübersichtlicher Straßenverlauf, wechselnde Verkehrsteilnehmende und Übergänge zwischen Wald, Knicks, Feldern und Feuchtgebieten aufeinander.

18.754
polizeilich registrierte Wildunfälle in Schleswig-Holstein 2025
2.000
polizeilich registrierte Wildunfälle im Kreis Schleswig-Flensburg 2025
rund 67.000
freiwillig gemeldete Verkehrsopfer im Tierfund-Kataster 2014–2023, darunter 580 Igel

Die Zahlen stammen aus unterschiedlichen Erhebungen und sind nicht unmittelbar miteinander vergleichbar. Polizeidaten bilden gemeldete Wildunfälle ab; das Tierfund-Kataster nimmt freiwillige, standortgenaue Meldungen vieler Tierarten auf. Keine der Veröffentlichungen weist einen eigenen Wert für Goldhöft aus.

Die Straße führt durch einen Lebensraum. Bitte fahren Sie so, dass Menschen und Tiere eine Chance haben.

Sicher heißt: angepasst fahren

Eine erlaubte Höchstgeschwindigkeit ist kein Zielwert. Nach § 3 der Straßenverkehrs-Ordnung muss die Geschwindigkeit unter anderem an Straßen-, Verkehrs- und Sichtverhältnisse angepasst werden; auf einer schmalen Fahrbahn muss innerhalb der Hälfte der übersehbaren Strecke angehalten werden können. Das gilt unabhängig davon, ob eine zusätzliche örtliche Geschwindigkeitsbegrenzung ausgeschildert ist.

Steht Wild an oder auf der Fahrbahn: kontrolliert bremsen, Fernlicht ausschalten, hupen und mit weiteren Tieren rechnen. Riskante Ausweichmanöver können den Gegenverkehr sowie Menschen zu Fuß oder auf dem Rad zusätzlich gefährden.

Quellen und Hinweise